Ökologischer Bodenanbau von süßer Spitzpaprika (4)

Erscheinungsdatum: 05-01-2022

In unserem Versuchszentrum „de Kas“ wurde die Anwendbarkeit von organischem Calciumnitrat (Ca(NO3)2 im ökologischen Anbau von Spitzpaprika untersucht. Bei diesem Versuch wurde der Anbau nach der üblichen ökologischen Anbaumethode durchgeführt, bei der Kompost als Basisdüngung diente. Bei Bedarf wurde jedoch mit organischem Flüssigdünger ergänzt. Das Ziel ist eine gesündere, widerstandsfähigere und besser kontrollierbare Kultur.

„Mit diesem organischen Dünger kann man Höchst- und Mindestmengen des absorbierbaren Stickstoffs ausgleichen. Das Ergebnis ist eine stärkere, gesündere Kultur, die mehr produziert und weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge ist.“
- Karel de Bruijn, Leiter für nachhaltige Anbausysteme bei Van der Knaap –

Versuchsdesign

In Europa ist der ökologische Anbau untrennbar mit dem Boden verknüpft. Aus diesem Grund hat das F&E-Team von Van der Knaap in diesem Versuch das Beste aus beiden Bereichen zusammengeführt: die Mineralisierung von organischen Nährstoffen und Kompost im Boden, ergänzt durch Stickstoff, der durch Bakterien im Bioreaktor (OWS) mineralisiert wurde. Das Forschungsteam wird von Wim van Marrewijk, einem Berater für ökologischen Anbau, unterstützt.

Gemäß dem traditionellen ökologischen Anbau wurde vor der Pflanzung eine Schicht Kompost aufgebracht, um die Basisernährung zu gewährleisten. Das Versuchsgewächshaus wurde jedoch zum ersten Mal für den ökologischen Anbau genutzt. Daher enthielt der Boden zu Beginn des Versuchs noch überschüssige Salze aus früheren Anbauten. Zu Beginn des Anbaus gab es auch einen Läusebefall. Dieser Befall konnte mit biologischen Bekämpfungsmitteln vollständig unter Kontrolle gebracht werden.

Versuchsablauf

Während des Versuchs wurden anhand von Pflanzensaftanalysen Erkenntnisse über die Verfügbarkeit von Nährstoffen gewonnen. Die Verteilung von Nährstoffen und Zuckern wurde sowohl in den jungen als auch in den alten Blättern erfasst. Diese Ergebnisse wurden wiederum als Indikator für optimale Wachstumsbedingungen verwendet.

Mit Feuchtigkeitssensoren wurde der Feuchtigkeitsgehalt des Bodens in verschiedenen Tiefen überwacht. Diese Daten waren ein wichtiges Instrument für die Bewässerungsstrategie. Anhand dieser Daten konnte die richtige Wassermenge mit dem entsprechenden EC-Wert und die richtige Menge an Flüssigdünger zur richtigen Zeit ausgebracht werden. Dadurch war der Dünger zum gewünschten Zeitpunkt für die Pflanzen verfügbar.

„Trotz der klimatischen Einschränkungen des kleinen Versuchsgewächshauses und der Tatsache, dass der Boden noch nicht vollständig an die ökologische Anbaumethode angepasst war, haben wir einen deutlich positiven Beitrag des Flüssigdüngers zum Anbau festgestellt. Der Anbau hat eine normale Menge an Früchten von sehr guter Qualität und Sortierung hervorgebracht.“
- Anbauberater Wim van Marrewijk –

Ergebnisse

Die beiden Sorten in diesem Versuch, Palermo und Cooper, zeigten vergleichbare Ergebnisse. Der durchschnittliche Ertrag lag bei 14,75 kg/m2 für Cooper und 15,09 kg/m2 für Palermo. Es ist anzumerken, dass in den ersten Wochen einige Verluste durch die Blütenendfäule entstanden sind. Dies spiegelt sich in der Grafik wider, in der ein geringeres Fruchtgewicht in den ersten Erntewochen festgestellt wurde. Das durchschnittliche Fruchtgewicht lag bei Cooper bei 114 Gramm und bei Palermo bei 105 Gramm.

Schlussfolgerung

Mit dem organischen Flüssigdünger gibt Van der Knaap den Züchtern ein perfektes Steuerungsinstrument in die Hand, um die Höchst- und Mindestmengen des aus dem Boden freigesetzten Stickstoffs auszugleichen. Beim ökologischen Bodenanbau werden die Nährstoffe aus dem Kompost normalerweise vom Bodenleben freigesetzt. Der Landwirt hat wenig Einfluss auf diesen Prozess. Durch die Anwendung von flüssigem Calciumnitrat von Van der Knaap zu den Zeitpunkten, an denen die Pflanze es benötigt, wird die Pflanze vitaler und ist sie weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Bei diesem Versuch wurde ein normaler Ertrag mit Früchten von sehr guter Qualität und Sortierung erzielt. Der Folgeversuch wird Ende Januar 2022 beginnen, und es wird erwartet, dass die Produktion ohne die Einschränkungen des ersten Versuchsjahres gesteigert werden kann. Das Ziel ist >20 kg/m2.

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