Anbau von Gurken mit Kreislaufdünger

Erscheinungsdatum: 22-11-2021

In den letzten Jahren hat sich die Forschungs- & Entwicklungsabteilung der Van der Knaap Group mit der Untersuchung von Kreislaufdüngern beschäftigt. Dies hat zur Entwicklung eines Bioreaktors geführt, mit dem eine biologische Nährlösung hergestellt wird. Bei diesem Prozess werden Restproteine ​​und -aminosäuren mithilfe von Bakterien in Nitratstickstoff umgewandelt.

Dieses nachhaltige Anbausystem ermöglicht einen bodenfreien biologischen Anbau. Neue Untersuchungen richten sich auf die Entwicklung eines Düngers, der reich an Calcium- und Kaliumnitrat ist und aus Tierdung hergestellt wird.

Kreislaufdünger

Der Direktor für nachhaltige Anbausysteme Karel de Bruijn war davon überzeugt, dass der Bioreaktor für weitere Anwendungen eingesetzt werden könnte: „Mit dem „Organic Water System“ (OWS) haben wir einen ausgezeichneten Prozess im Haus, der mehrere Rohstoffströme verarbeiten kann. Über diese Technik verfügten wir bereits.“

Die Diskussionen rund um die Stickstoffemissionen und den Gülleüberschuss aus der Tierhaltung brachte De Bruijn auf einige Ideen. „Wir haben uns der Herausforderung gestellt, aus Gülle ein nützliches Produkt für den Gartenbau zu machen. Das ist uns gelungen. Wir haben einen qualitativ hochwertigen, organischen Kreislaufdünger entwickelt, der hauptsächlich aus Calcium- und Kaliumnitrat besteht.“ Die erzeugte Nährlösung kann im Substratanbau verwendet werden.

Praxisversuche

Um den Dünger mit zirkulär hergestelltem Calcium- und Kaliumnitrat in der Praxis zu testen, wurden im vergangenen Jahr aufeinanderfolgend zwei Gurkenversuche mit dem Kreislaufdünger durchgeführt. Die Versuche fanden in unserem eigenen Innovationszentrum ‚de Kas' auf einer Fläche von 125 m2 statt. Wageningen University & Research BU Glastuinbouw war als objektive Partei an der Forschung beteiligt. In den Versuchen wurde die Nährlösung mit dem Kreislaufdünger mit einem im Gurkenanbau gängigen Mineraldünger verglichen.

Der Anbau erfolgte sowohl im Frühjahr als auch im Herbst. Beide Male wurde auf Kokossubstrat angebaut. Ziel des Versuchs war es, einen Dünger zu entwickeln, der hinsichtlich Pflanzenentwicklung und Produktion gleichwertige Ergebnisse wie konventionelle Nährlösungen erzielt. Der Hauptrohstoff des Kreislaufdüngers, Schweinegülle, enthält recht viel Natrium. Um einen objektiven Vergleich zu ermöglichen, wurde der Natriumgehalt des Mineraldüngers an den Natriumgehalt des Kreislaufdüngers angeglichen. Dies ist wichtig, da Natrium die Aufnahme anderer Nährstoffe beeinflussen kann.

Schlussfolgerungen

Sowohl die Ergebnisse des Frühjahrs- als auch des Herbstanbaus zeigten keine Unterschiede in der Produktion zwischen dem Kreislaufdünger und dem Mineraldünger. Die Ergebnisse waren in Bezug auf Ertrag und Fruchtqualität sowie Längenwachstum und Blattfläche nahezu gleich. Auch die Nährstoffaufnahme der Kulturpflanzen zeigte keinen Unterschied zwischen dem Kreislaufdünger und dem Mineraldünger. Die Nährstoffverfügbarkeit für die Pflanze war bei beiden Düngemitteln gleich. Hervorzuheben ist der höhere Natriumgehalt des Kreislaufdüngers. Wir arbeiten hart daran, diesen zu reduzieren.

Weitere Informationen

Möchten Sie mehr über unsere nachhaltigen Anbausysteme erfahren? Bitte wenden Sie sich dann an rd@vanderknaap.info.

Dieser Artikel erschien im Grow-How! Nummer 31.

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